DER WACHTELKÖNIG – HEIMLICH UND NACHTAKTIV

DER WACHTELKÖNIG – HEIMLICH UND NACHTAKTIV

 

Wissenschaftlicher Name
Crex crex

Ordnung
Kranichvögel (Gruiformes)

Familie
Rallen (Rallidae)

 

Gefährdung

Rote Liste Deutschland (2007): 2 – stark gefährdet 

Rote Liste Niedersachsen (2007): 2 – stark gefährdet 

Der Wachtelkönig gehört zu den weltweit im Bestand bedrohten Vogelarten. Grund dafür sind vor allem Vordeichungen, Entwässerungen, Umwandlung von Grünland in Ackerland und die intensivere Bewirtschaftungsform des Grünlands mit Düngung, häufigerer Mahd und früheren Schnittterminen. Eine Wiesenmahd zwischen Mitte Mai und Mitte Juni bedeutet oftmals Totalverluste an Gelegen. Zwischen Anfang Juni und Mitte Juli überlebt kein Küken die Mahd. Und ein Wiesenschnitt zwischen Mitte Juli und Mitte August mindert die Überlebenschancen der noch nicht flüggen Jungvögel.

 

Lautäußerungen

Ruft ein schnarrendes, zweisilbiges „crex crex“ in verschieden langen Reihen. Stärkste Rufaktivität im Mai und Juni, vor allem nachts und in der Dämmerung.

 

Nahrung

Überwiegend wirbellose Kleintiere, z. B. Heuschrecken, Käfer, Spinnen, Würmer und Schnecken.

 

Brutzeit

Legebeginn Mitte Mai bis Ende Juni, nicht selten auch noch Gelege Mitte Juli bis Ende August. 1–2 Jahresbruten; bei Gelegeverlust Nachgelege.

 

Nest und Gelege

Mit Pflanzenmaterial ausgepolsterte Mulde am Boden. Meist 6-12 braungelb-rostbraun gesprenkelte Eier.

 

Brutverlauf und -entwicklung

Nach Brutdauer von 16–19 Tagen Schlupf der Nest flüchtenden Küken hauptsächlich in der Zeit von Anfang Juni bis Ende Juli. Zunächst Fütterung, nach wenigen Tagen selbständige Nahrungssuche. Flügge nach 34–38 Tagen.

 

Wanderungen

Langstreckenzieher. Winterquartier im tropischen und südlichen Ostafrika. Nachgewiesen wurden auch Zugstrecken von über 7000 km. Wegzug aus Europa von August bis Oktober (Hauptmonat September). Rückkehr und Besiedelung der Brutgebiete meist im Mai; vielfach Ortstreue.