DER WACHTELKÖNIG – HEIMLICH UND NACHTAKTIV

DER WACHTELKÖNIG – HEIMLICH UND NACHTAKTIV

 

Bestand

In Deutschland zwischen 2.400 und 4.300 Brutpaare, in Niedersachsen im Mittel 400 Brutpaare. Typisch für den Wachtelkönig ist, dass der Brutbestand von Jahr zu Jahr stark schwankt. Wegen Lebensraumbeeinträchtigungen und Lebensraumverlusten (u. a. durch Entwässerung, intensiverer Grünlandnutzung mit früher und häufiger Mahd, Umbruch von Grünland) europaweit starker Rückgang des Bestandes.

 

Verbreitung

Von Westeuropa bis zum Sibirischen Baikalsee vorkommend. In Niedersachsen vor allem in den grundwassernahen Landschaften der Marschen und Flussniederungen, wie z.B. an der Unterelbe, der Hamme und der Wümme sowie der Mittelelbe (s. Abbildung)

 

Schutz

Für den Schutz des Wachtelkönigs sind der Erhalt und die Wiederherstellung geeigneter Lebensräume unerlässlich. Hierzu zählt insbesondere strukturreiches Feuchtgrünland. Die Flächen mit Wachtelkönigvorkommen dürfen nur sehr extensiv bewirtschaftet werden. In der Regel können die Wiesen nicht vor Mitte August, von innen nach außen gemäht werden. Wichtig ist auch, dass Randstreifen wie z. B. Grabenränder ungenutzt bleiben und nicht alle Wiesen gleichzeitig gemäht werden. Ein Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel ist ebenfalls nötig, denn dies fördert eine artenreiche Nahrungsgrundlage in einer lockerwüchsigen, für den Wachtelkönig begehbaren Pflanzendecke.

 

Brutverbreitung des Wachtelkönigs in Niedersachsen im Zeitraum von 2005–2008 (bezogen auf das Rasterfeld der Quadranten der Topographischen Karte 1:25.000)