DIE UFERSCHNEPFE – BEDROHTER LANGSCHNABEL

DIE UFERSCHNEPFE – BEDROHTER LANGSCHNABEL

 

Wissenschaftlicher Name 
Limosa limosa

Ordnung 

Regenpfeiferartige (Charadriiformes)

Familie 
Schnepfenvögel (Scolopacidae)

 

Gefährdung

Rote Liste Deutschland (2007): 1 – vom Erlöschen bedroht

Rote Liste Niedersachsen (2007): 2 – stark gefährdet 

Die Uferschnepfen sind vor allem durch Flächenentwässerung, Umwandlung von Grünland in Ackerland und die überwiegend intensive Bewirtschaftungsform des Grünlands mit Düngung, häufiger Mahd und frühen Mahdterminen gefährdet. Eine Wiesenmahd zwischen Anfang Mai und Mitte Juni bedeutet oftmals Totalverluste an Gelegen und nicht flüggen Küken. 

 

Lautäußerungen

Typischer Ruf im Flug verschieden lange Reihen „grütta grütta grütta“.

 

Nahrung

Überwiegend wirbellose Kleintiere, Regenwürmer, Käfer, Schnecken und z.T. vegetarische Kost wie Samen. In den ersten Lebenswochen nehmen Jungvögel überwiegend Kleintiere aus der Vegetation auf.

 

Brutzeit

Legebeginn Ende März bis Mitte Mai, Nachgelege noch Ende Mai bis Anfang Juni. Eine Jahresbrut; bei Verlust des Geleges Nachgelege.

 

Nest und Gelege

Flache mit Pflanzenmaterial ausgepolsterte Mulde am Boden, die in Bereichen mit höherer Vegetation gut versteckt angelegt werden. Meist 4 grün-braun gesprenkelte Eier.

 

Brutverlauf und -entwicklung

Nach einer Brutdauer von 24-25 Tagen Schlupf der Nest flüchtenden Küken hauptsächlich Ende April bis Anfang Juni. Beide Eltern kümmern sich um die Küken und wandern insbesondere bei Nahrungsmangel mit den Jungvögeln nicht selten über mehrere Kilometer. Flügge nach 28 bis 34 Tagen.

 

Wanderungen

Mittel- bis Langstreckenzieher. Überwintert von der Atlantikküste Frankreichs südwärts im Mittelmeergebiet, NW-Afrika, Sahelzone und Vorderasien; Hauptüberwinterungsgebiete an der Atlantikküste und Feuchtgebieten Westafrikas. Wegzug aus den Brutgebieten von Juni bis August. Rückkehr und Besiedelung der Brutgebiete im März; vielfach Ortstreue.