DIE UFERSCHNEPFE – BEDROHTER LANGSCHNABEL

DIE UFERSCHNEPFE – BEDROHTER LANGSCHNABEL

 

Bestand

In Deutschland etwa 3.800 Brutpaare, in Niedersachsen 2.500 Brutpaare. Wegen Lebensraumbeeinträchtigungen und Lebensraumverlusten (u. a. durch Entwässerung, intensiverer Grünlandnutzung mit früher und häufiger Mahd, Umbruch von Grünland) europaweit starker Rückgang des Bestandes.

 

Verbreitung

Von Westeuropa bis zum Sibirischen Baikalsee. In Niedersachsen liegen etwa 80 % der Brutvorkommen im küstennahen Bereich; die ehemals fast flächendeckend besiedelte Naturräumliche Region „Watten und Marschen“ ist heute nur noch inselartig besiedelt (s. Abbildung)

 

Schutz

Für den Schutz der Art sind der Erhalt und die Wiederherstellung geeigneter Lebensräume unerlässlich. Hierzu zählen insbesondere struktur- und nahrungsreiches Feuchtgrünland mit stocherfähigem Boden und Flachgewässern. Für eine erfolgreiche Brut ist eine ausreichende Zeitspanne zwischen der Besiedelung einer Fläche und deren Mahd unabdingbar. Daher dürfen Flächen mit Uferschnepfenvorkommen nur extensiv bewirtschaftet werden. Dies bedeutet eine späte Mahd – in der Regel nicht vor Mitte Juni. Wichtig ist auch, dass nicht alle Wiesen gleichzeitig gemäht und so Ausweichflächen für die jungen Uferschnepfen erhalten werden. Ein Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel ist für eine lockerwüchsige artenreiche und für Uferschnepfenküken durchstreifbare Vegetation mit ausreichendem Nahrungsangebot erforderlich. 

 

Brutverbreitung der Uferschnepfe in Niedersachsen im Zeitraum von 2005–2008 (bezogen auf das Rasterfeld der Quadranten der Topographischen Karte 1:25.000)