DER ROTSCHENKEL – AN DER KÜSTE ALLGEGENWÄRTIG

DER ROTSCHENKEL – AN DER KÜSTE ALLGEGENWÄRTIG

 

Wissenschaftlicher Name
Tringa totanus

Ordnung
Regenpfeiferartige (Charadriiformes)

Familie
Schnepfenvögel (Scolopacidae)

 

Gefährdung

Rote Liste Deutschland (2007): V – Vorwarnliste

Rote Liste Niedersachsen (2007): 2 – stark gefährdet

Grundwasserabsenkungen, die Entwässerung und Zerstörung von Salz- und Feuchtwiesen sowie Überschwemmungs- und Moorflächen führen zum Verlust geeigneter Lebensräume und gefährden den Rotschenkel. Auch durch Eindeichung und Begradigung Flüssen gehen Lebensräume des Rotschenkels verloren. Seine Bestände gehen europaweit deutlich zurück.

 

Lautäußerung

Typischer Ruf im Flug verschieden lange Reihen von „Tüht…tüht…tüht”.

 

Nahrung

Tierische Nahrung vorwiegend aus Insekten, Würmer und Mollusken. Der pflanzliche Anteil an der Nahrung ist gering.

 

Brutzeit

Legebeginn ab Mitte April, Nachgelege sind möglich.

 

Nest und Gelege

Bodenbrüter, Nest in der Vegetation gut versteckt. Meist 4 sandfarbene Eier mit dunkelgrauen Flecken.

 

Brutverlauf und -entwicklung

Bebrütungszeit 22–29 Tage. Beide Eltern brüten abwechselnd und führen die nestflüchtenden Jungvögel gemeinsam. Erste Jungvögel schlüpfen Mitte Mai. Aufzuchtzeit ca. 35 Tage.

 

Wanderung

Mittel- bis Langstreckenzieher, Winterquartiere vorwiegend an der Atlantikküste z.T. im Mittelmeerraum, manche überwintern im Wattenmeer. Rückkehr und Besiedlung der Brutgebiete im März, vielfach ist Ortstreue nachgewiesen.