GROSSER BRACHVOGEL – MELANCHOLIE DER WIESEN

GROSSER BRACHVOGEL – MELANCHOLIE DER WIESEN

 

Wissenschaftlicher Name
Numenius arquata

Ordnung
Regenpfeiferartige (Charadriiformes)

Familie
Schnepfenvögel (Scolopacidae)

 

Gefährdung

Rote Liste Deutschland (2007): 1 – vom Erlöschen bedroht

Rote Liste Niedersachsen (2007): 2 – stark gefährdet

Der Verlust an geeigneten Lebensräumen, insbesondere die Entwässerung von Feuchtgebieten und Mooren gefährdet den Großen Brachvogel. Die Bestände gehen europaweit seit den 1950er Jahren zurück.

 

Lautäußerung

Im Flug flötendes „tüih”. Reviermarkierungsflügge „guug-guug-guug” dann übergehend in eine Folge von „tüürr…tüürr”. 

 

Nahrung

Wirbellose aus den oberen Bodenschichten, von der Bodenoberfläche und aus der Vegetation, wie z.B. kleine Schnecken, Regenwürmer und Insekten, aber auch pflanzliche Nahrung wie Samen und andere Pflanzenteile.

 

Brutzeit

Legebeginn ab Ende März, 1 Jahresbrut, Ersatzgelege möglich.

 

Nest und Gelege

Bodenbrüter, Nest in der Vegetation gut versteckt und bevorzugt auf trockenerem Untergrund. Meist 4 grau-grüne Eier mit dunkelbraunen Flecken. 

 

Brutverlauf und -entwicklung

Brutdauer etwa 20 Tage. Beide Eltern brüten abwechselnd und führen die nestflüchtenden Jungvögel gemeinsam, bei späten Bruten Jungenführung z.T. allein durch Männchen. Aufzuchtzeit ca. 35 Tage.

 

Wanderung

Überwiegend Kurz- bis Mittelstreckenzieher. Überwinterungsgebiet von Nordwesteuropa bis Afrika. Wegzug in die Überwinterungsgebiete Ende Juni bis Ende Juli. Rückkehr und Besiedlung der Brutgebiete ab Anfang März.