PROJEKTGEBIET UNTERELBE

PROJEKTGEBIET UNTERELBE

 

Bedeutung des Gebietes für die Zielarten Wachtelkönig und Uferschnepfe

Wachtelkönig

Das Vorkommen des Wachtelkönigs im Vogelschutzgebiet Unterelbe ist in den letzten 40 Jahren alljährlich bestätigt worden. Neben dieser Kontinuität der Besiedelung sind zahlreiche konkrete Brutnachweise durch Beobachtung von Junge führenden Weibchen hervorzuheben (z. B.: 17–20 bzw. mind. 16 unterschiedliche Familien in 1999 bzw. 2000). Der Brutbestand schwankte von 1998 bis 2009 zwischen 13 und 77. Nur in drei besonders ungünstigen Jahren (2001, 2004 & 2005) lag der Brutbestand unter 20 Revieren. In der Mehrzahl der Jahre wurden über 40 Reviere festgestellt. Damit gehört das Vogelschutzgebiet Unterelbe zu den wenigen in Niedersachsen alljährlich besiedelten Gebieten und beherbergt regelmäßig bis zu einem Viertel des Landesbestandes. 

Uferschnepfe

Das Vogelschutzgebiet Unterelbe gehört zu den bedeutendsten Brutgebieten der Uferschnepfe in Niedersachsen. Der Brutbestand ist aber von etwa 1000 Brutpaaren Anfang der 1980er Jahre kontinuierlich auf heute etwa 265 gesunken. Ohne die zahlreichen Maßnahmen zum Wiesenvogelschutz wäre die Bilanz vermutlich deutlich schlechter ausgefallen. Besiedelt sind nur noch die Grünlandflächen mit gezieltem naturschutzfachlichem Management. Entsprechend besteht dringend weiterer Handlungsbedarf zur Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes für die Uferschnepfe. 

Da diese beiden Zielarten im Projektgebiet mit einem entwicklungsfähigen Bestand vorkommen, sind die Voraussetzungen für die Durchführung des Projektes hier besonders günstig. An der Unterelbe kann auch auf Erfahrungen aus anderen Projekten zurückgegriffen werden: Bisherige Naturschutzmaßnahmen des Landes wie „Naturschutzprogramm Unterelbe“ oder das LIFE-Naturprojekt „Wachtelkönig Unterelbe“ zeigen lokal bereits deutliche Erfolge!