PROJEKTGEBIET HUNTENIEDERUNG

PROJEKTGEBIET HUNTENIEDERUNG

 
Blühaspekt im Feuchtgrünland im Projektgebiet Hunteniederung (© R. Becker)
Limikolen am Grabenufer im Projektgebiet Hunteniederung (© R. Becker)

Die Hunteniederung ist ein großflächiges, offenes Niederungsgebiet mit Feuchtwiesen, Stillgewässern (ehem. Bodenentnahmestellen), strukturreichen Gräben und dem  hier eingedeichten, tidebeeinflussten Flusslauf der Hunte. Das Gebiet dient teilweise als Hochwasserrückhaltebecken.

 

Die Niederung gehört naturräumlich zu den Wesermarschen. Charakteristisch für dieses ebene Grünlandgebiet sind zahlreiche Ent- und Bewässerungsgräben. Sie und eine Vielzahl von Kanälen ersetzen die Zäune der z. T. als Weiden genutzten Feuchtwiesenkomplexe.

 

Die Hunteniederung östlich von Oldenburg ist ein wichtiges Gebiet für Brutvogelgemeinschaften der Feuchtwiesen, Kleingewässer und Gräben. Es stellt außerdem ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel (u. a. Zwergschwan, Pfeifente, Löffelente) dar.

 

Im Teilbereich Bornhorster Huntewiesen lassen sich insgesamt 18 gefährdete Vogelarten der Roten Liste bewundern. In den Wintermonaten sorgen oft tausende von Enten und Gänsen für imposante Eindrücke. Darüber hinaus leben hier viele stark gefährdete Tierarten wie z. B. die Sumpfschrecke oder die vom Aussterben bedrohte Libellenart Grüne Mosaikjungfer. Das Vorkommen dieser Libellenart ist eng mit den ebenfalls gefährdeten Krebsscheren-Beständen in den Wiesengräben verknüpft.

 

Mehr als 100 nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz besonders geschützte Biotope prägen in Form von Nass- und Feuchtwiesen, Sümpfen, Röhrichten, Rieden und Kleingewässern das abwechslungsreiche Bild der offenen Niederungslandschaft. Die hier gedeihenden Sumpfdotterblumen- und Wassergreiskrautwiesen und die Vorkommen sehr seltener Pflanzenarten wie Gräben-Veilchen, Sumpf-Platterbse, Krebsschere oder Flachstängeliges Laichkraut verdeutlichen auch aus botanischer Sicht die herausragende Bedeutung der Bornhorster Wiesen.