PROJEKTGEBIET BUTJADINGEN

PROJEKTGEBIET BUTJADINGEN

 
Beweidetes Grünland im Projektgebiet Butjadingen. (© J. Melter)
Feuchtgrünlandfläche in der Stollhammer Wisch, die nach den Auflagen des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet und in hohen Beständen von Wiesenvögeln besiedelt wird. (© J. Melter)

Die Halbinsel Butjadingen hat sich im Mittelalter gebildet, als große Sturmfluten den Verlauf der heutigen Nordseeküste gestalteten. Der Name leitet sich von niederdeutsch „buten“ (= außen, außerhalb, jenseits) und „Jade“ ab. Es ist also das Land jenseits der Jade oder des „Jadebusen“.

 

Das binnendeichs an die Wesermündung und in weiten Teilen an den Nationalpark “Niedersächsisches Wattenmeer“ grenzende Projektgebiet Butjadingen gehört innerhalb der naturräumlichen Region Watten und Marschen zu der naturräumlichen Haupteinheit Wesermarschen. Es ist hauptsächlich durch Grünlandnutzung geprägt, Ackerbau macht rund 8 % aus.

 

Gehölzbestand fehlt fast völlig, Baumbewuchs ist lediglich in Form kleiner Hofgehölze, Baum- und Gebüschreihen zu finden. Das Gebiet ist von einem dichten Netz an Sielen und Zuggräben durchzogen, die eine weitgehend konstante Wasserführung im Interesse der landwirtschaftlichen Bodennutzung ermöglichen. 

 

Das Gebiet Butjadingen“ ist für Gastvogelarten des Offenlandes von herausragender Bedeutung, welche sich aus der Nähe zum Nationalpark Niedersächsisches. Wattenmeer ergibt. Ein Teil dieser Vögel nutzt das Gebiet vor allem als Hochwasserrastplatz und zur Nahrungssuche, anderen Vogelarten dient es als Rast- und Nahrungsgebiet (Gänse).

 

Bei den Brutvögeln kommt der Gruppe der Wiesenvögel eine hohe Bedeutung zu. Hier ist in erster Linie die „Stollhammer Wisch“ zu nennen, in der die Wiesenvögel noch vergleichsweise hohe Bestände aufweisen. Aufgrund intensiver Bemühungen des Landes und des Landkreises über Vertragsnaturschutzmodelle konnte hier gemeinsam mit den Landnutzern vor Ort ein effektiver Schutz der bedrohten Artengruppen erzielt werden.